1.000 Einsatzstunden
900 Übungsstunden
80 - 100 Einsätze pro Jahr
50 Einsatzkräfte
20 Jugendliche
5 Einsatzfahrzeuge

Feuerwehr Stadt Eschenbach

Notruf 112

B3 - Brand Gartenhütte / Dachstuhl, Sonnenstraße

  • Einsatz # 22
  • Datum 11.05.2021
  • Alarmzeit 16:03
  • Fahrzeuge TLF 16/25, DLK 23/12, MZF, LF 20, V-LKW

Zu einer brennenden Gartenhütte an einem Wohnhaus alarmierte die ILS Nordoberpfalz an diesem Nachmittag die Feuerwehren Speinshart, Tremmersdorf, Kemnath und Eschenbach. Aufgrund der jährlichen TÜV- und UVV-Prüfung der Eschenbacher Drehleiter war diese im Status 6 (nicht einsatzbereit) gemeldet, weshalb als Ersatzeinsatzmittel die Drehleiter der FF Kemnath in der Erstalarmierung hinzugezogen wurde. Bereits während der Anfahrt konnte eine enorme Rauchentwicklung ausgemacht werden, was auf ein größeres Brandereignis schließen ließ.

Ein Holzanbau an der Gebäuderückseite brannte bei Eintreffen des Eschenbacher LF20 nur wenige Minuten nach der Alarmierung in voller Ausdehnung, die Flammen hatten bereits auf den Dachstuhl übergegriffen und zudem einige Fenster im 1. OG bersten lassen. Unverzüglich leiteten die Aktiven einen Löschangriff mittels mehrerer C-Hohlstrahlrohre auf der Gebäuderückseite ein und starteten zeitgleich mit einem Trupp unter schwerem Atemschutz einen Innenangriff in den Dachboden. Das nur kurz darauf eintreffende TLF 16/25 verlegte umgehend eine Löschwasserversorgung für das LF20 und bereitete den Einsatz der fast zeitgleich eintreffenden Drehleiter vor.

Während der Außenangriff zum Ablöschen der Gartenhütte schnell Wirkung zeigte, breitete sich das Feuer im Dachstuhl rasant aus, sodass nach ca. 30 Minuten der Innenangriff aufgrund zu hoher Eigengefährdung der Atemschutzgeräteträger abgebrochen werden musste. Herabfallende Teile sowie eine enorme Hitzeentwicklung ließen eine Arbeit im inneren des Gebäudes nicht weiter zu.

Ein zwischenzeitlich gestarteter Außenangriff über die Eschenbacher Drehleiter zum Öffnen der Dachhaut wurde personell mit Atemschutzgeräteträgern der FF Tremmersdorf und Speinshart hervorragend unterstützt, während die verbliebenen Kräfte die Löschwasserversorgung mit einer zweiten Versorgungsleitung sicherstellten und mehrere C-Hohlstrahlrohe im Außenangriff in Stellung brachten, da ein Durchbrennen der Dachfläche immer wahrscheinlicher erschien.

Die Drehleiter der FF Kemnath wurde ebenfalls in Stellung gebracht, sodass zeitgleich mit zwei Hubrettungsfahrzeugen die Löschmaßnahmen fortgeführt werden konnten. Aufgrund des hohen Löschwasser- und Kräftebedarfs entschied sich die Einsatzleitung zur Nachalarmierung der Feuerwehren Kirchenthumbach und Pressath sowie der UG-OEL und des Logistfahrzeugs "Atemschutz" des Katastrophenschutzes Landkreis NEW, welches von der FF Altenstadt/WN besetzt wird. Die wasserführenden Fahrzeuge brachten im Pendelverkehr vom Gerätehaus Eschenbach Löschwasser zur Einsatzstelle und stellten somit die Unterbrechungsfreie Versorgung der beiden Drehleitern sichern. Von der FF Kirchenthumbach wurde zusätzlich eine zentrale Atemschutzsammelstelle eingerichtet und betrieben.

Nachdem der Löschangriff von außen Wirkung zeigte, konnten auch wieder Atemschutztrupps im Inneren des Gebäudes eingesetzt werden, um die Brandbekämpfung gezielt aufzunehmen. Hierzu kamen im Einsatzverlauf mehr als ein Dutzend Trupps zum Einsatz.

Die Löscharbeiten zogen sich bis etwa 20 Uhr am Abend hin, bevor mit einer abschließenden Kontrolle mittels mehrerer Wärmebildkameras die Einsatzstelle für "kalt" erklärt werden konnte. Der Fachberater "Bau" des THW Weiden verschaffte sich einen Überblick an der Einsatzstelle um die Möglichkeiten einer provisorischen Dachabdeckung auszuloten. Hierzu erfolgte die Nachalarmierung weiterer Kräfte des THW, welche bis nach Mitternacht mit Unterstützung der Drehleiter das Gebäude sicherten und mit einer Notabdeckung den ausgebrannten Dachstuhl bedeckten.

Ab etwa 19 Uhr konnten die Kräfte der überörtlich angerückten Feuerwehren aus dem Einsatz herausgelöst werden und mit Ihren Fahrzeugen den Heimweg antreten.

LF20, TLF16/25, DLK 23/12, V-LKW und MZF der Eschenbacher Einsatzkräfte rückten gegen 1 Uhr Nachts nach rund 9 Stunden Einsatzdauer wieder in das Gerätehaus ein. Im Anschluss erfolgte die Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft für Fahrzeuge und Geräte, sodass die Nacht für alle etwas kürzer ausfiel.

Ein herzliches Dankeschön an alle eingesetzten Kräfte für die Unterstützung mit Material und Personal sowie die hervorragende und reibungslose Zusammenarbeit. Gemeinsam im TEAM für die Bevölkerung im Einsatz.

FF Tremmersdorf / FF Speinshart / FF Kirchenthumbach / FF Pressath / FF Kemnath / FF Altenstadt/WN / UG-OEL NEW / KBM / KBI / KBI / BRK / Polizei / Bayernwerk

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Bilder: selbstst. Pressejournalist Jürgen Masching

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29.09.2021 / nora ist die offizielle Notruf-App der Bundesländer. Mit nora erreichen Sie direkt die zuständigen Einsatzleitstellen von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst - genauso, als würden Sie die Notrufnummern 110 oder 112 anrufen. Aktuell funktioniert nora in 15 Bundesländern in Deutschland. In Berlin sind noch Abstimmungen erforderlich, bevor auch dort der App-Notruf angenommen wird.

Geschrieben am Mittwoch, 29 September 2021 09:05 in Aktuelle Berichte weiterlesen...
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